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Aktuelles

Neues Video
Epigramm – Kryptogramm – Piktogramm 
für einen sprechenden Trommler
mit Peter Fleckenstein
anschauen

Uraufführung
Dark Matter II 
für Streichtrio, Klavier und Metallpercussion
28. Mai 2022, 15:30h, Päwesin bei Berlin
Joseph Kromholz (Vl), Monika Grimm (Vla), Lillia Keyes (Vc), Andrea Baiocchi (Pno), Kornelius Kutzner (Perc.)

Uraufführung
Strange Encounters
 für Gitarre 
Auftragswerk für das 30. Koblenz Guitar Festival
5. Juni 2022, 14:30h
Koblenz, Rhein-Mosel-Halle, Rheinsaal
Otto Tolonen (Git)

Aufführung
Ludwig W.
für Klarinette und Vibraphon 
10. Juli 2022, 11:00h
Musikfest Stocksee
Žilvinas Brazauskas (Klar), Peter Fleckenstein (Vib)

Vortrag
Vertikale Tonraumorganisation bei Bernd Alois Zimmermann
 im Rahmen der internationalen Konferenz
Concepts of Harmony in Musical Composition: 1945–1975
12.–13. Juli 2022
Venedig, Fondazione Giorgio Cini

Uraufführung
Monsieur Satie – Phonométrographe
für Orchester
15. Juli 2022, 19:30h (Publikumsgespräch 18:45h)
Dresden, Deutsches Hygiene-Museum
Sinfonietta Dresden, Judith Kubitz (Dir.)

Vortrag
Von der Fiktion der Authentizität. Eine empirische Untersuchung zur stilgebundenen Komposition
 im Rahmen der 22. Jahrestagung der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
30. September – 2. Oktober 2022
Universität Mozarteum Salzburg

Vita

Oliver Korte, geboren 1969 in Hamburg, ist seit 2006 Professor für Musiktheorie an der Musikhochschule Lübeck; seit März 2020 ist er Vizepräsident der Hochschule. Als Gastprofessor war er 2017/18 an der Johannes Gutenberg Universität Mainz beschäftigt. Vor seinem Ruf nach Lübeck lehrte er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und Hochschule für Musik und Theater Rostock und war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Künste Berlin. Er studierte Komposition, Musiktheorie und Musikwissenschaft in Hamburg (Dieter Einfeldt), Wien (Erich Urbanner) und Berlin (Helga de la Motte-Haber). Besondere künstlerische Impulse vermittelten ihm private Studien bei Gösta Neuwirth. Er wurde 2002 mit einer Arbeit über Bernd Alois Zimmermanns Ekklesiastische Aktion promoviert.

Die Musik von Oliver Korte ist ausgesprochen physisch. Er kreiert musikalische Objekte, Texturen und Prozesse, die sich unterscheiden nach Volumen, Dichte, Oberfläche, Temperatur, Geschmack und Geruch. Manche sind wuchtig  wie  Kanonenkugeln, andere ätherisch wie Nebelschleier, manche duften nach Flieder, andere riechen nach Benzin. Kortes Arbeit kreist insbesondere um zwei Gravitationszentren: einerseits die Entwicklung individueller Raumkonzepte (so in seiner abendfüllenden Oper Copernicus, uraufgeführt 2015 in Dresden; Wiederaufnahme 2016) und andererseits die Auslotung neuartiger Text-Musik-Relationen (bspw. eine quasi dokumentarische Arbeit mit verschiedenen Textsorten in Copernicus oder Verschlüsselungstechniken in Epigramm – Kryptogramm – Piktogramm für einen sprechenden Trommler). Im gedanklichen Zentrum seiner Kompositionen steht oft die Auseinandersetzung mit der (physischen) Welt und den Optionen und Grenzen des Menschen darin (z.B. im 2007 in Krefeld uraufgeführten Schlagzeugkonzert Die Elemente oder in Ludwig W. für Vibraphon und Klarinette aus dem Jahr 2020, einem Kommentar zu Wittgensteins Tractatus).

Forschungsschwerpunkte Oliver Kortes sind moderne und zeitgenössische Musik, Kompositionstechniken um 1500 (insbesondere die Rekonstruktion fragmentarischer Werke), sowie die Musik von Ludwig van Beethoven und Gustav Mahler. Zu seinen Publikationen zählen: Mahler-Interpretationen (2 Bände, Laaber 2011, hg. zus. mit Peter Revers), Beethoven-Handbuch, Bd. 1, Orchestermusik und Konzerte (Laaber 2013, hg. zus. mit Albrecht Riethmüller) und Welt – Zeit – Theater. Neun Untersuchungen zum Werk von Bernd Alois Zimmermann (Olms 2018). Korte ist Mitgründer der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) und Herausgeber der Schriften der Musikhochschule Lübeck.

 

Werke

Bühnenwerke

Copernicus (2012-15), Opera spaziale
für Sänger, Sprecher, Orchester und Elektronik
Libretto vom Komponisten aus Texten von Thomas Bernhard, Giovanni Boccaccio, Nicolaus Copernicus, Albert Einstein, Nicolas Flamel, Niccolò Machiavelli, Gian Battista Marino, Michel de Montaigne, Nostradamus, William Shakespeare & Torquato Tasso, Akten des Inquisitionsprozesses gegen Giordano Bruno & Aufnahmen der ersten bemannten Mondlandung.
Auftragswerk für die Landesbühnen Sachsen in Kooperation mit der Elblandphilharmonie und dem Europäischen Zentrum für Künste Dresden-Hellerau.
Sopran und Bariton solo, Madrigalquartett, 3 Sprecher, Holz 3/3/3/3, Blech 6/3/3/0, 3 Perc, Hf, Laute, Streicher 12/12/10/8/6, Elektronik 
5 Akte – 100 Minuten
UA Dresden, Europäisches Zentrum für Künste Hellerau, 2015; Wiederaufnahme 2016 
Programmheft der UA (mit Libretto) – Trailer

Eigenreigen (1999) für Mezzosopran und zwei Celli
Musik zu Eigenreigen – Eine Entfremdung, Tanztheater Mirella Weingarten 
10 Szenen
UA Berlin, 1999

Orchester

Wunderkammer. Raritäten und Kuriositäten für kleines Orchester (2021)
Auftragswerk für die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie
Holz 1/1/EH/1/1, Blech 2/1/1/0, Pk/Perc (ein*e Spieler*in), Streicher

3 Sätze: Kriegsmaschine/Nautiluspokal, Himmelsglobus/Bergkristall,  Perpetuum mobile/Chymische Hochzeit – 17 Minuten
UA Schönebeck, Dr.-Tolberg-Saal, 2021

Copernicus-Material (2012) für großes Orchester
 Holz 3/3/3/3, Blech 4/3/3/1, Pk, 3 Perc, Hf, Streicher
4 Sätze: 16 Minuten
UA Cottbus, Staatstheater, 2015

Copernicus-Material (2011) für achtzehn Solostreicher
Auftragswerk für die Norddeutsche Sinfonietta
Streicher 5/4/3/3/3
4 Sätze – 16 Minuten
UA Harrisonburg/USA 2011, Deutsche EA Rendsburg, 2012

Epiphanie (2007) für kleines Orchester
Auftragswerk für die Mittelsächsische Philharmonie
Holz 2/0/2/0, Blech 2/2/0/0, Streicher 6/6/0/2/2
10 Minuten
UA Freiberg, 2007

Die Elemente (2006/07), Konzert für zwei Schlagzeuger und Orchester
Auftragswerk für die Niederrheinischen Sinfoniker
2 Soli, Holz 3/3/3/3, Blech 4/3/3/1, 2 Pk, Hf, Streicher mind. 8/7/5/4/3
7 Sätze: Magnesium, Xenon, Kohlenstoff1 (Graphit), Silicium, Kohlenstoff(Diamant), Uran, Quecksilber – 31 Minuten
UA Krefeld, 2007

Partitur – Uran hören – Quecksilber hören – Programmheft der UA

Vier Szenen (1994-96) für großes Orchester
Kompositionspreis des Sinfonieorchesters Villingen-Schwenningen für die zweisätzige Fassung
Holz 3/3/3/3, Blech 4/3/3/1, Pk, 2 Perc, Hf, Streicher
4 Sätze – 21 Minuten 

UA zweisätzig Villingen 1995; UA viersätzig Hannover, 1996

Lichtstück (1991/92, revidiert 2004)
Holz 1/0/1/1, 2 Perc, Streicher 3/0/3/3/1
12 Minuten
UA Frühfassung Hamburg 1992; UA Endfassung Döbeln, 2004

Ways and Walls (1987/88 rev. um  1991), Konzert für Orchester
Holz 2/2/2/2, Blech 2/2/0/0, Pk, Perc, Streicher
3 Sätze ­– 12 Minuten

UA revidierte Fassung Freiberg, Katharinenkirche, 2006

Vokalwerke

Einige Überlegungen zur Natur des Wassers (2008) für zwölfstimmigen Chor Text vom Komponisten
Auftragswerk für den Hanns Eisler Chor Berlin
Chor 3x SATB
4 Sätze: Wasser, Schnee, Nebel, Eis – 10 Minuten

UA Nr. 1 & 2 Berlin, 2009; Nr. 3 München, 2016; komplett München, 2018
Nebel hören

winterblau – löwenfarben (2006) für Chor
Text: Gottfried Benn
Auftragswerk für den Kammerchor Tonikum
Chor SATB
10 Minuten
UA Berlin, Nationalgalerie, 2006

 Essay (2003-05), Kantate
Texte: Montaigne, Voltaire, Pascal, Wetterberichte, Miszellen
Auftragswerk für die Berliner Cappella
Sopran, Chor SATB, Holz 3/2/2/2, Blech 2/2/2/0, Pk, 3 Perc, Git, Lt, Hf, Streicher 9/9/3/6/6
22 Minuten
UA Berlin, Philharmonie, 2005

alles fort (1998/99) für drei im Raum verteilte Chorgruppen
Text: Joachim Ringelnatz
Chor 3x SATB (auch mit 12 Solisten möglich)
10 Minuten

UA Karlsruhe, ZKM, 2002

Wintergesänge (1990/91) für Sänger und Kammerensemble über acht japanische Haikus
Texte: Buson, Fûsei, Issa, Jôsô, Shiki, Sôchô und Susumu, Übersetzung Jan Ulenbrook
Kompositionspreis der internationalen ART-Messe Hamburg 1991
Sopran, Alt, Bariton, Englischhorn, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Streichtrio
7 Sätze – 16 Minuten
UA Hamburg, Musikhochschule, 1991

Schläft ein Lied (1990) für Alt und Klavier
Text: Joseph von Eichendorff
1 Minute
UA Hamburg, 1993

Sechs Ringelnatzlieder (1989) für Sopran und Klavier
Text: Joachim Ringelnatz
13 Minuten
UA Hamburg, 1990

Kammermusik

Dark Matter II (2022) für Streichtrio, Klavier und Metallpercussion
Auftragswerk für Angelika und Gerd Bocher
11 Minuten
UA geplant Päwesin bei Berlin, 28. Mai 2022

Ludwig W.
 (2020) für Klarinette und Vibraphon
Auftragswerk für Peter Fleckenstein und Žilvinas Brazauskas
Text (gesprochen): Ludwig Wittgenstein

10 Minuten
UA Mettingen, 2021

Ill Angels (2018) für Violine, Bassklarinette, Schlagzeug und Klavier
Text (gesprochen): Edgar Allen Poe
Auftragswerk für das Festival
MainzMusik
9 Minuten
UA Mainz, Musikhochschule, 2018  

Sechs Microloge (2012) für Klarinette und Klavier
Auftragswerk für Duo Riul
14 Minuten
UA Berlin, 2012 –
Video

rien nul (2002), Musik für Samuel Beckett 
Auftragswerk für das modern art sextet
Flöte, Klarinette, präpariertes Klavier, Streichtrio
15 Minuten
UA Berlin, 2002 – Partitur – Video

 Kies (2002), Elementarstudien für vier Klarinetten
Auftragswerk für das Musikfest Randspiele
3 Sätze – 10 Minuten
UA Zepernick bei Berlin, 2002

Frost (2001), Elementarstudien für Glockenspiel und Klavier
3 Sätze – 10 Minuten
UA Hamburg, 2005 – Frost 1 hören

Glas (2000), Elementarstudien für drei Celli
5 Sätze – 18 Minuten
UA Berlin, 2001

Trio für Violine, Klarinette und Klavier (1994)
Kompositionspreis der HfMT Hamburg 1994
8 Minuten
UA Salzburg, Mozarteum, 1994 – 
Partitur

 … aus der Asche (1993) für Sextett
Kompositionspreis der HfMT Hamburg 1993
Klarinette, Horn, 2 Schlagzeuger, Violine, Kontrabass

8 Minuten
UA Hamburg, 1993

Solowerke

Strange Encounters (2022) für Gitarre und Live-Elektronik
Auftragswerk für das Koblenz Guitar Festival
3 Sätze: Misterious, Violent, Relaxed – 10 Minuten
UA geplant Koblenz, Rhein-Mosel-Halle, 5. Juni 2022

Dark Matter (2021) für Bassflöte
Text (gesprochen): Samuel Beckett
5 Minuten

Epigramm – Kryptogramm – Piktogramm (2017)
für einen sprechenden Trommler – Video
Texte: Johann Wolfgang von Goethe und Kurt Schwitters
Instrumente: Snaredrum, Woodblock, kleiner chinesischer Gong
3 Sätze – 8 Minuten
UA Berlin, Philharmonie, 2017

Kompass (2003/07) für Cello
3 Sätze – 11 Minuten
UA 3. Satz Berlin, 2003; komplett Osnabrück, 2007

 zögern … schweigen (1996) für Klavier
6 Minuten
UA Hamburg, 1996 – Partitur

Music for a Wolf (1992) für Marimba
3 Sätze – 9 Minuten
UA Hamburg, 1993 –
Video

Bearbeitungen

Monsieur Satie – Phonométrographe. Quinze pièces du Maître, choisies, orchestrées, et astucieusement arrangées par Oliver Korte (2021/22)
Holz 2/2/2/2, Blech 3/2/3/1, Pk, 1 Perc, Hf, Streicher
15 Sätze – 35 Minuten
UA geplant Dresden, Hygiene-Museum, 15. Juli 2022

Lili Boulanger: Sous bois, Orchesterfassung von Oliver Korte (2018)
Text: Philippe Gilles
Auftragswerk für die Berliner Cappella
Chor SATB, Holz 3/2/2/3, Blech 4/2/0/0, Pk, Triangel, 2 Hf, Streicher
5 Minuten
UA Berlin, Konzerthaus, 2018

Lili Boulanger: Hymne au Soleil, Rekonstruktion der Orchesterfassung von Oliver Korte (2003/04)
Text: Casimir Delavigne
Auftragswerk für die Berliner Cappella
Alt solo, Chor SATB, Holz 3/3/2/2, Blech 4/2/3/0, Pk, Perc, 2 Hf, Streicher
5 Minuten
UA Berlin, Konzerthaus, 2004 – Hören

Lili Boulanger: Trois Morceaux, Orchesterfassung von Oliver Korte (1999)
Holz 3/3/3/3, Blech 4/3/3/1, Pk, Perc, Cel, Hf, Streicher
3 Sätze – 8 Minuten
UA Berlin, Herbert von Karajan-Saal, 2000

Pressestimmen

Zu Aufführungen (Auswahl)

Wunderkammer,  Kuriositäten und Raritäten für kleines Orchester

Zum Vorschein kamen sechs unterschiedliche Szenerien, die […] ein breites Klangspektrum boten. […] Fantastisch, wie die Kammerphilharmoniker die verschiedenen Exponate mit Leben erfüllten.
Magdeburger Volksstimme, 5. Oktober 2021, Renate Bojanowski

Copernicus, Opera spaziale in fünf Akten

„Mehrsprachiges, philosophisches Welttheater!“
MDR Figaro, 5. Oktober 2015, Boris Gruhl

„[Kortes] ,opera spaziale‘ nimmt den Raum wörtlich: als Himmelsraum, als Gedankenraum, als musikalischen Raum. In der zweistündigen, fünfaktigen Darstellung beeindruckte die konsequente Umsetzung dieses Ansatzes.“
Dresdner Neueste Nachrichten, 5. Oktober 2015, Alexander Keuk

rien nul für Sextett

[F]lüchtige Schattenwürfe, die von Versfragmenten aus Becketts Gedichtsammlung „Mirlitonnades“ herrühren, Vexierspiele zwischen zagen Lautgebungen und betroffenem Schweigen.
Die Welt, 14. Februar 2012, Lutz Lesle

Die Elemente, Konzert für zwei Schlagzeuger und Orchester

„Bei Magnesium ein Feuerwerk. Ein grandioses Stück als Uraufführung. 
[…] Dreißig Minuten, die die ganze klangliche Vielfalt der Schlaginstrumente ausschöpfen.“
Westdeutsche Zeitung, 15. Mai 2007, Michaela Plattenteich

„Zwei Schlagzeuger in ihrem Element. 
Eine mitreißende Uraufführung […]. Korte widmet jedem Satz die gleiche Zeit, entwickelt dabei aber völlig unterschiedliche, charakteristische Klangbilder. In sieben Abschnitten geht es mal motorisch hämmernd zu (Magnesium), mal ruhig und verträumt (Xenon) mal perlend flüssig (Quecksilber). […] Der kräftige Beifall ließ keinen Zweifel offen, dass die Aufführung beim Publikum angekommen war.“
Rheinische Post, 11. Mai 2007, Gert Holtmeyer

Epiphanie für Kammerorchester

„Epiphanie“ des Hamburgers Oliver Korte [wurde] durch die ungewöhnliche Aufstellung der Musiker rund um das Publikum zu einem sehr meditativen Klangraumerlebnis.
Freie Presse vom 12. Oktober 2007, Gudrun Frohmader

zögern … schweigen für Klavier

„[Ein Werk, das] den Hörer förmlich aufsaugt.“
Neue Osnabrücker Zeitung, 2. Juni 2007, Ralf Döring

 Frost für Glockenspiel und Klavier

„Das Zusammenspiel von Glockenspiel und Klavier in ,Frost‘ von Oliver Korte [ist] wirklich eine Korrespondenz zwischen Himmel und Erde.“
Percussion Creativ, 1/2004, Franz Bach

Kies für vier Klarinetten

Oliver Kortes „Kies“ blieb den Möglichkeiten der vier Klarinetten-Instrumente nichts schuldig; jede Klangnuance darin, jede Skala, Akkordik, Farbe, Rhythmik steht im Dienst eines abwechslungsreichen Ganzen.
Märkische Oderzeitung, 8. Oktober 2002, Stefan Amzoll

Zu Büchern (Auswahl)

Welt – Zeit – Theater, Neun Untersuchungen zum Werk von Bernd Alois Zimmermann, Hildesheim 2018

Der Herausgeber Oliver Korte ordnet [die Beiträge] zwei inhaltlichen Schwerpunkten zu: einerseits beschäftigen sie sich mit dem „theatralen, halb-theatralen und oratorischen Schaffen“, andererseits mit der „musikalischen Analyse“ […]. Allerdings zeichnen sich einige der eindrucksvollsten Texte dieser lesenswerten Publikation – so etwa Kortes instruktiver Beitrag zum „Dona nobis pacem“ aus Zimmermanns Requiem für einen jungen Dichter – gerade dadurch aus, beide Aspekte sinnvoll miteinander zu verschränken. […] Nicht zuletzt aufgrund der unterschiedlichen Herangehensweisen und Fragestellungen der sieben Autoren bietet der Sammelband mancherlei neue oder vertiefende Einsichten […].
Die Musikforschung, 74. Jahrgang 2021, Heft 3, Ralph Paland

„[E]in von Oliver Korte herausgegebener Band, der den Leser […] mit äußerst fundierten und kenntnisreichen Forschungsbeiträgen aus der Feder von sieben Autoren in den tiefgründigen Kosmos ,Zimmermann’ eintauchen lässt. […] [Er] richtet sich an jeden, der nach kompositorischer Intention und dem philosophischen Überbau im Werk von B. A. Zimmermann sucht, vor allem aber an Leser, die dessen Schaffen in seinen komplexen Zusammenhängen zu entdecken suchen.“
Neue Zeitschrift für Musik 2018, Nr. 6, Yvonne Petitpierre

„Der Großteil der Beiträge des verdienstvollen Buches basiert auf der Berücksichtigung von Skizzen und Entwürfen aus dem Nachlass des Komponisten. […] Kaum überzogen mag die Prophezeiung sein, dass, wer sich mit dem Schaffen von Bernd Alois Zimmermann befasst, an diesem Buch künftig nicht vorbeikommt.“
Info-netz-musik, 30. Juli 2018, Rüdiger Albrecht

Mahler-Interpretationen, Laaber 2011

„Das Buch des Jahres.“
Fono Forum 12/2011, Bjørn Woll

„Die beiden Bände sorgen dafür, dass die beiden ,Mahlerjahre‘ im Hinblick auf aktuelle Überblicksliteratur mir Handbuchcharakter insgesamt einen beindruckenden Ertrag vorweisen können.“
ÖMZ, 6/2011, Christian Glanz

Die Ekklesiastische Aktion von B. A. Zimmermann, Untersuchungen zu einer Poetik des Scheiterns, Sinzig 2003

„[E]s [fällt] nicht schwer […], Poetik des Scheiterns nicht allein als wichtigsten Text zur Ekklesiastischen Aktion, sondern auch als eine der gelungensten Untersuchungen zu Zimmermann insgesamt zu bezeichnen.“
Musik & Ästhetik, April 2004
, Benjamin Schweitzer

„[E]ine in Forschungsansatz, Qualität und Ergebnis herausragende Arbeit […], ein Opus summum“
Die Tonkunst, 1. Dezember 2004, Michael Pitz-Grewenig

Publikationen

Bücher/Herausgeberschaften

Reihenherausgeber der 
Schriften der Musikhochschule Lübeck
(Hildesheim: Olms 2014–)
Bd. 4: Dieter Mack: Zwischen den Kulturen. Schriften und Vorträge zur Musik, im Druck
Bd. 3: Michael Jakumeit: Vom Aufbau einer Welt. Untersuchungen zur makrologischen Harmonik in den Kopfsätzen der ersten drei Symphonien von Gustav Mahler, 2022
Bd. 2: Welt – Zeit – Theater. Neun Untersuchungen zum Werk von Bernd Alois Zimmermann, 2018
Bd. 1: Immanuel Ott: Methoden der Kanonkomposition bei Josquin des Prez und seinen Zeitgenossen, 2014

Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 7, A-Dur, op. 92. Faksimile nach dem Autograph aus der Biblioteka Jagiellońska, Kraków, hg. und eingeleitet von Oliver Korte, mit einem Geleitwort von Lothar Zagrosek, Laaber 2017.

Beethoven-Handbuch Bd. 1, Orchestermusik und Konzerte, hg. von Oliver Korte und Albrecht Riethmüller, Laaber 2013.

Gustav Mahler – Interpretationen seiner Werke (2 Bände), hg. von Peter Revers und Oliver Korte, Laaber 2011.

Beethoven aus der Sicht seiner Zeitgenossen (2 Bände), hg. von Klaus Martin Kopitz und Rainer Cadenbach unter Mitarbeit von Oliver Korte und Nancy Tanneberger, München 2009.

Die Ekklesiastische Aktion von Bernd Alois Zimmermann. Untersuchungen zu einer Poetik des Scheiterns (= Berliner Musik Studien Bd. 29), Sinzig 2003.

Artikel/Datenbank

Vertikale Tonraumorganisation im späten Schaffen von Bernd Alois Zimmermann. Im Druck.

Joachim Raff als Förderer des Frankfurter Musikers Gotthold Kunkel – Ein halber Briefwechsel, einige Zeitungsbeiträge und (mindestens) zwei unbekannte Raff-Lieder. Im Druck.

Automatisiertes Komponieren und die Mechanik der Komposition im Barock (zusammen mit Immanuel Ott), in: Immanuel Ott, Markus Roth und Matthias Schlothfeldt (Hgg), Komponieren im Barock (= Handbuch der Musik des Barock 4), Laaber. Im Druck.

Diskografie Bernd Alois Zimmermann. Datenbank aller kommerziellen und nicht-kommerziellen Tonträger und Bildtonträger mit Musik von Bernd Alois Zimmermann, online seit 2. Januar 2020. zimmermann-diskografie.de

Klanggestalten und Klanggesten bei Luigi Nono, in: Klaus Aringer, Christian Utz, Thomas Wozonig (Hg.), Musik im Zusammenhang. Festschrift Peter Revers zum 65. Geburtstag, Wien: Hollitzer 2019, S. 593-611. – Lesen

Subjekt und Gewalt. Das Dona nobis pacem aus Bernd Alois Zimmermanns Requiem für einen jungen Dichter, in: Oliver Korte (Hg.), Welt – Zeit – Theater. Neun Untersuchungen zum Werk von Bernd Alois Zimmermann (= Schriften der Musikhochschule Lübeck, Bd. 2), Hildesheim 2018, S. 145-180. – Lesen

Von den Kreisbahnen des Denkens. Zum Libretto meiner Oper Copernicus, in: Die Tonkunst, Heft 1/2017, S. 34-40. – Lesen

Schattenklänge. Mikrotonalität in Dieter Macks Schlagzeugkonzert Wooden”, in: MusikTexte 150, August 2016, S. 79-82. – Lesen

Reconstructing Antoine Brumel. How to Bring the Chanson “Dieu te gart, bergere‘ Back to Life, in: Journal of the Alamire-Foundation 1/2016, Turnhout 2016, S. 165-179. – Lesen

Georg Friedrich Händels Generalbass-Übungen als praktische Kompositionslehre, in: Ralf Kubicek (Hg.), Musiktheorie und Vermittlung, Hildesheim 2014, S. 167-176.

Eine Rundfunksendung von Mahlers Klavierquartettsatz a-Moll im Jahr 1932 (mit Holger Best), in: Nachrichten zur Mahler-Forschung 66, Wien 2013, S. 43-50. – Lesen

Bordun und Parallelensatz.
 Zur Artikulation tonaler Felder bei Gustav Mahler, in: Elisabeth Kappel (Hg.), Das klagende Lied: Mahlers „Opus 1″. Synthese, Innovation, Kompositorische Rezeption (= Studien zur Wertungsforschung 54), Wien 2013, S. 164-200. – Lesen

Das Fauxbourdon-Modell im Choralsatz Johann Sebastian Bachs, in: Birger Petersen (Hg.), Johann Sebastian Bach und der Choralsatz des 17. und 18. Jahrhunderts, Hildesheim 2013, S. 40-50. – Lesen

Die siebte und achte Sinfonie [Beethovens], in: Oliver Korte und Albrecht Riethmüller (Hg.), Beethoven-Handbuch Bd. 1, Orchestermusik und Konzerte, Laaber 2013, S. 174-215. – Lesen

„Il y a un temps pour tout“ : la phase sérielle de Zimmermann, in: Pierre Michel, Heribert Henrich und Philippe Albèra (Hg.), Regards croisés sur Bernd Alois Zimmermann, Genf 2012, S. 69-86. Deutsch u. d. T. Alles hat seine Zeit. Die serielle Phase Zimmermanns am Beispiel der Kantate Omnia tempus habent, in: Oliver Korte (Hg.), Welt – Zeit – Theater. Neun Untersuchungen zum Werk von Bernd Alois Zimmermann (= Schriften der Musikhochschule Lübeck, Bd. 2), Hildesheim 2018, S. 39-57. – Lesen

Nacht und Licht. Die Kindertotenlieder, in: Peter Revers und Oliver Korte (Hg.): Gustav Mahler – Interpretationen seiner Werke, Laaber 2011, Bd. 1, S. 467-497.

Macrocosm – Microcosm: About the Influence of Gustav Mahler’s Eighth Symphony on the Work of Anton Webern, in: Elisabeth Kappel (Hg.), A Total Work of Art: Mahler´s Eight Symphony in Context (= Studien zur Wertungsforschung 52), Wien 2011, S. 202-213. – Lesen

Leere Räume [über die Gemeinschaftsproduktion rien nul/zero von Oliver Korte und Werner Gasser], in: Armen Avanessian u.a. (Hg.), Raum in den Künsten. Konstruktion – Bewegung – Politik, München 2010, S. 167-174. – Lesen

Geographischer Ort und Ereignisraum. Tunjuk für großes Orchester, in: Torsten Möller (Hg.), „Wenn A ist, ist A“. Der Komponist Dieter Mack, Saarbrücken 2008, S. 120-136. – Lesen

Antoine Brumel und Guilielmus Monachus. Falsobordone in Praxis und Theorie, in: Jan Philipp Sprick, Reinhard Bahr und Michael von Troschke (Hg.), Musiktheorie im Kontext. 5. Kongress der Gesellschaft für Musiktheorie, Berlin 2008, S. 247-259. – Lesen

„Eine äußerst komplexe Strukturierung der Klangfarbe“. Kompositorische Strategien in Bernd Alois Zimmermanns „pas de trois“, in: Ulrich Tadday (Hg.), Musik-Konzepte Sonderband Bernd Alois Zimmermann, München 2005, S. 51-64. – Lesen

„Written on his death-bed“. Ein Beethoven-Autograph aus dem Besitz von Johann Andreas Stumpff (mit Klaus Martin Kopitz), in: Johannes Laas und Cordula Heymann-Wentzel (Hg.), Musik und Biographie. Festschrift Rainer Cadenbach zum 60. Geburtstag, Würzburg 2004, S. 179-196.

Galina Ustwolskaja. Musik als geistliches Ritual, in: Oliver Schwab-Felisch, Christian Thorau und Michael Polth (Hg.), Individualität in der Musik, Stuttgart 2002, S. 309-319.

Dekomposition. Eine Produktionsstrategie in Literatur und Musik (mit Richard Grasshoff), in: Andreas Haus, Franck Hofmann und Änne Söll (Hg.), Material im Prozess. Strategien ästhetischer Produktivität, Bonn 2000, S. 123-136.

Zu Bernd Alois Zimmermanns später Reihentechnik, in: Rudolf Bockholdt, Peter Cahn, Anselm Gerhard und Clemens Kühn (Hg.), Musiktheorie 1/2000, S. 19-40. – Lesen

Lexikalisches und kleine Beiträge

[Statement zum Begriff „Meisterwerk“], in: Stefan Drees und Gordon Kampe (Hgg.), Seiltanz. Beiträge zur Musik der Gegenwart, Nr. 8 (April 2014), S. 34.

Grundblatt Benjamin Schweitzer, in: Hanns-Werner Heister und Walter-Wolfgang Sparrer (Hg.), Komponisten der Gegenwart (KdG), 29. Nachlieferung, München 2005.

Artikel Biagio Marini und Bernd Alois Zimmermann, in: Stefan Drees (Hg.), Lexikon der Violine, Laaber 2003, S. 414-416 und S. 776-777.

Chronik Alban Berg, in: Anthony Pople (Hg.), Alban Berg und seine Zeit, Laaber 1999, S. 8-25.