Vita

Oliver Korte, geboren 1969 in Hamburg, ist Professor für Musiktheorie an der Musikhochschule Lübeck. Davor war er an der UdK Berlin, HfM Hanns Eisler Berlin und HMT Rostock beschäftigt. Er studierte Komposition, Musiktheorie und Musikwissenschaft in Hamburg (Einfeldt), Wien (Urbanner, Jarrell) und Berlin (de la Motte-Haber). Besondere künstlerische Impule vermittelten ihm private Studien bei Gösta Neuwirth. Er wurde 2002 mit einer Arbeit über Bernd Alois Zimmermann promoviert.

Kortes kompositorische Arbeit kreist um zwei Gravitationszentren: einerseits die Entwicklung individueller Raumkonzepte (so in seiner abendfüllenden „opera spaziale“ Copernicus, uraufgeführt 2015 im Festspielhaus Dresden-Hellerau; Wiederaufnahme 2016) und andererseits eine quasi dokumentarische Arbeit mit originalen Textquellen verschiedener Epochen (so, neben Copernicus, in der 2006 in der Berliner Philharmonie uraufgeführten Kantate Essay). Im gedanklichen Zentrum seiner Kompositionen steht oft die Auseinandersetzung mit der physischen Welt und den Optionen und Grenzen des Menschen darin.

Wissenschaftliche Forschungsschwerpunkte Oliver Kortes sind Kompositionstechniken um 1500 und seit 1900 sowie die Musik von Ludwig van Beethoven und Gustav Mahler. Seine zusammen mit Peter Revers herausgegebenen Mahler-Interpretationen (2 Bände, Laaber 2013) wurden von der Presse als „neues Standardwerk“ rezipiert. Korte ist Mitgründer der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) und Herausgeber der Schriften der Musikhochschule Lübeck.